Oolong Tee – Was ist das überhaupt?

Oolong und ZubehörOolong und Zubehör

Oolong Tee – Herkunft, Teekultur, Teesorten, Verarbeitung und Zubereitung

Oolong Tee – Was ist das überhaupt? Je öfter ich mich mit Leuten über meine Passion des Teetrinkens unterhalte, stelle ich eine „Wissenslücke“ bei meinen Freunden und Bekannten fest. Das ist auch nicht weiter schlimm, weil ich mir manchmal selbst die Frage stelle, ob es überhaupt normal ist, sich so extremistisch mit einer einzigen Teesorte zu beschäftigen. Auf jeden Fall bin ich der Nerd, aber solang andere Leute Interesse am Tee haben, werde ich Sie mit meinen Ausführungen schon nicht langweilen…auf einmal bin ich auf einer Party alleine im Zimmer…It`s tea time! Yeah!! „Where there’s tea there’s hope.“ sagt ein bekanntes Sprichwort. Nein, im Ernst: Nicht wenige Leute fragen nach, wenn die Teesorte „Oolong“ im Gespräch Erwähnung findet. In vielen amerikanischen Serien trinken Topstars Oolong, so etwa auch der Mentalist in der gleichnamigen Serie. Simon Baker als süffisanter Berater der Gesetzeshüter ist schon längst auf den Geschmack gekommen und trinkt den edlen Trunk von Zeit zu Zeit. Als er in einer amerikanischen Bar Oolong Tea bestellt, schaut ihn die Barbesitzerin ungläubig an und schüttelt nur mit dem Kopf…

Oolong jetzt auch schon auf Wasserkochern im Elektronikfachmarkt

Oolong jetzt auch schon auf Wasserkochern im Elektronikfachmarkt

Herkunft des Oolongs ist China

Wird Oolong Tee also aus einer speziellen Pflanze gewonnen? Warum wird der Oolong auch als blauer Tee bezeichnet? Fragen über Fragen, die sich der Ottonormalverbraucher (fast nie) stellt. Prinzipiell kann festgehalten werden: Chinesische Teetrinker teilen ihren Tee in 6 verschiedene Grundsorten ein:

  1. Grüner Tee
  2. Roter Tee (Was für die Chinesen der rote Tee ist, ist für die Deutschen der Schwarze Tee)
  3. Weißer Tee
  4. Gelber Tee
  5. Schwarzer Tee (in Deutschland als Pu Erh bekannt)
  6. Blauer Tee (Oolong Tee)

Aber was ist mit Matcha? Matcha hat seinen Ursprung nicht in China, sondern in Japan. Es wird aus der Teesorte Tencha gewonnen und zu feinem Pulver zerrieben. Aber dies nur am Rande. Der blaue Tee ist der Oolong Tee. Wieso heißt dieser Tee aber blauer Tee? Nicht der Aufguss ist blau, sondern das trockene Blatt einiger Oolong Sorten hat angeblich einen bläulich-grünen Grundton. In diesem Zusammenhang ist der Bao Zhong (auch als Pouchong bekannt) aus Taiwan (Formosa) zu nennen. Er wird in Taiwan, zum Beispiel in der Nantou Region, angebaut. Einige Teehändler haben aufgrund der Erscheinungsform des trockenen Blattes (lang, geschwungen und ein dunkles, bläuliches grün) den Tee als blauen Tee bezeichnet. Dies soll auch für einige andere Oolongs aus Taiwan gelten, die im Dong Ding Style in höheren Lagen angebaut werden. Ich persönlich benötige sehr viel Fantasie, um dem trockenen Blatt einen Blauton entnehmen zu können. Vielleicht, wenn der Einfallswinkel des Lichtes stimmt und das Wasser an einer bestimmten Stelle im Gaiwan eintrifft…Bevor ich es vergesse, Tee heißt auf Chinesisch übrigens Cha. Oolong Tee bezeichnet die chinesische Teekultur als Wulongcha (乌龙茶).

Oolong Tee wird aus der Teepflanze „Camellia Sinensis“ hergestellt

Oolong, im chinesischen als (Wūlóng 乌 龙) bezeichnet, wird ebenfalls aus der Teepflanze „Camellia Sinensis“ hergestellt. Prinzipiell wird jeder Tee aus dieser Pflanze hergestellt, gleichwohl in China oder Taiwan. Sowohl Schwarztee, Grüner Tee als auch Oolong werden alle aus einer einzigen Pflanze hergestellt. Wie kommt es jetzt dazu, dass diese Tees anders schmecken? Vor allem hat dies mit der Verarbeitung der Teeblätter auf den Plantagen zu tun. Es habt aber auch noch andere Gründe, weshalb Teesorten verschieden schmecken. Eine kleine Liste habe ich an dieser Stelle für Sie erstellt.

Warum schmeckt jeder Tee anders, obwohl der Tee von derselben Pflanze kommt?

Folgende Aspekte spielen unter anderem beim späteren Geschmack eine große Rolle:

  1. Die Verarbeitung der Teesorte
  2. Das Kultivar des Tees
  3. Die Höhenlage des Anbaugebietes
  4. Die Art der Ernte (maschinell oder per Hand)
  5. Der Zeitpunkt der Ernte
  6. Die Beschaffenheit der Erde
  7. Der Einsatz von Pestiziden und Düngemittel

Was macht Oolong Tee besonders?

Wūlóng chá (乌龙茶)ist eine Teesorte, die eine Zwischenstellung in der Teekultur einnimmt. Sie steht sozusagen zwischen dem grünen Tee und dem schwarzen Tee. Was bedeutet dies konkret? Grüner Tee ist zu 0 % oxidiert, schwarzer Tee ist zu 100 % oxidiert. Früher hat man nicht von oxidiert, sondern von fermentiert gesprochen. Dies ist falsch, weil bei einer Fermentation stets Milchsäurebakterien mitwirken. Dies ist bei der Teeverarbeitung aber nicht der Fall, weshalb lieber von einer Oxidation gesprochen werden sollte. Oolong Tee weißt also eine Oxidationsrate zwischen 5 und 95 Prozent auf. Je nachdem, ob der Oolong nun leicht oxidiert ist, ähnelt er eher einem Grüntee, oder wenn er stark oxidiert ist, schwarzem Tea. Oolong ist also keine Mischung von schwarzem und grünem Tee, sondern siedelt sich aufgrund der Einzigartigkeit der Verarbeitung auf der Plantage zwischen diesen zwei Teesorten ein. Heutzutage wird Oolong größtenteils in China und Taiwan angebaut. Der Tee wurde im 19. Jahrhundert von China nach Taiwan gebracht. Man muss nun nicht denken, dass die Taiwanesen schlechteren Oolong anbauen als die Chinesen. Ganz im Gegenteil: Alle Länder haben ihre Eigenart in der Produktion und in der Verarbeitung der Tees. So kann man einen feinen indischen Darjeeling nicht mit einem nussigen und kräftigen Oolong aus der Wuyi Region in Fujian vergleichen. Genau so wenig gilt ein fruchtiger und blumiger Tie Guan Yin aus Anxi (Fujian) als Reverenz. Jeder Tee hat seine speziellen Aromen und sollte nicht mit einer anderen Sorte verglichen werden: Egal ob malzig, blumig oder nussig: Jeder Tee hat sein eigenes Aroma. Wir versuchen die Schönheit und Vollkommenheit oft in Worte zu fassen, dies ist aber nur begrenzt möglich. Und was bedeutet schon nussig? Wie viele Nussarten gibt es auf der Welt? Ist der Geschmack dieser Sorten nicht wieder grundverschieden? Jede Teesorte hat seine Berechtigung. Egal ob Darjeeling, Oolong, japanischer oder chinesischer grüner Tee, Schwarztee, Matcha und all die anderen Teesorten: Jeder Tee ist auf seine Art und Weise schön und vollkommen. Genauso hat hochwertiger „Früchtetee“ oder „Kräutertee“ seine Daseinsberechtigung. Man sollte das Wort Tee nur streichen und durch „Infusion“ ersetzen.

Was für und wie viele Sorten gibt es von Oolong Tee (乌龙茶)?

Alle Sorten von Oolong an dieser Stelle aufzuzählen wäre unmöglich. Auch eine einzige Zahl zu nennen ist Unsinn. Vielmehr sollte man sich als Teetrinker fragen: Was ist eine sinnvolle Unterteilung für mich selbst? Was will ich mit dieser Unterteilung erreichen? Ich habe in meinem Blog die Oolongsorten in verschiedene Kategorien eingeteilt. Zum einen unterscheide ich die Oolongsorten erstmal nach zwei verschiedenen Ländern: China und Taiwan. Natürlich wird in anderen Ländern auch Oolong hergestellt, aber wenn Sie zunächst mit den Ländern China und Taiwan beginnen, haben Sie genug zu erkunden. Nun könnte man weiter vorgehen und die Tees nach verschiedenen Regionen in diesen Ländern einteilen. In China wird der Oolong Tea größtenteils in zwei Bezirken angebaut: Fujian und Guangdong. Die wichtigsten Anbaugebiete sind in Fujian Anxi (v.a. Tie Guan Yin) und das Wuyi Gebirge). In Taiwan gibt es viele verschiedene Anbaugebiete, wie die folgenden Grafiken zeigen. Die bekanntesten Anbaugebiete in Taiwan sind wohl Nantou, Ali Shan und Wenshan, wo der Pouchong angebaut wird. Nantou ist auch bekannt für den Sun Moon Lake, der größte See in Formosa. Hier wird auch Schwarztee in Taiwan angebaut, was nicht allzu populär in Taiwan ist. Die Zikadenbiss Oolongs wie der Oriental Beauty werden vor allem in der Hsinchu Region angebaut.

Oolonganbaugebiete China

Oolonganbaugebiete China

Oolonganbaugebiete China

 

Oolonganbaugebiete Taiwan

Oolonganbaugebiete Taiwan

Oolonganbaugebiete Taiwan

Natürlich kann man den Tee auch beliebig anderweitig einteilen. Für meinen Blog habe ich folgende Unterteilung gewählt. Oolongs aus China unterteile ich in leichter oxidierte und stärker oxidierte Oolongs. Also Tees, die mehr in Richtung Grüntee oder schwarzer Tee gehen. Das Wort „Fermentieren“ möchte ich an dieser Stelle nicht benutzen. In vielen älteren Werken wird immer noch von einer Fermentation gesprochen. „Fermentieren“ bedeutet allerdings, dass Milchsäurebakterien im Spiel sind, was bei der Teeproduktion beim Oolong nicht der Fall ist. Allerdings kann man bei Pu Erh Tee von „Fermentieren“ sprechen. Bei der Pu Erh Herstellung werden viele Bakterien und Pilze verwendet. Der Tee wird hier also sehr wohl fermentiert. Dies ist beim Pu Erh Tea allerdings einzigartig. Für Oolong Tea gilt dies nicht. Für Oolongs aus Formosa habe ich eine Unterteilung auf Grundlage der Verarbeitung gewählt: Es gibt eine Kategorie Bai Hao (Zikadenbiss Oolongs), eine Kategorie Bao Zhong (Pouchong) und eine Kategorie Dongding Oolongs. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Begriff „Dongding“ sowohl ein Kultivar, eine Region in Taiwan, als auch eine Verarbeitungsart darstellen kann. In meiner Unterteilung geht es um die Verarbeitungsart, also Dongding Style verarbeitete Oolongs.

Ein kurzer Überblick über die Oolongsorten

Oolongs sind sehr verschieden uns es gibt eine große Anzahl von Sorten und Varietäten. Ich habe eine kleine Liste von Oolongs an dieser Stelle erstellt und in meine erstellten Kategorien eingeordnet. Diese Liste ist natürlich nicht allumfassend und vollständig. Ich möchte dies an einem Beispiel erläutern. Ein etwas stärker oxidierter Oolong aus China ist der Phoenix Dancong. Dieser Dancong wird in Guangdong beim Phoenixberg angebaut. Nun gibt es hier aber nicht nur einen einzigen Dancong. Vielmehr gibt es circa 80 diverse Kultivare, also circa 80 verschiedene Dancong Arten. Als drei bekannte Beispiele seien nur kurz der Mi Lan Xiang, der Huang Zhi Xiang und der Xing Ren Xiang erwähnt. Oolongs aus Taiwan sind nicht weniger vielfältig. Sowohl der Pouchong, der Oriental Beauty als auch der Dong Ding Oolong können von verschiedenen Kultivaren stammen.

Taiwanesische Oolongs:

Bai Hao Oolongs (Zikadenbiss): Oriental Beauty, Roter Guifei Oolong

Dongding Style Oolong: Ali Shan Oolong, Li Shan Oolong, Dongding Oolong, Dayuling

Bao Zhong (Pouchong)

Chinesische Oolongs:

Leichter oxidiert: Tie Guan Yin, Mao Xie, Huang Jin Gui, Ben Shan,

Stärker oxidiert: Da Hong Pao, Rou Gui Oolong, Phoenix Dancong, Shui Jin Gui, Bai Ji Guan

Da Hong Pao -ein klassischer Wuyi Felsentee

Da Hong Pao -ein klassischer Wuyi Felsentee

Es gibt noch viele weitere Arten aus China und Formosa, die ich nach und nach in meinem Blog vorstellen werde. Vielleicht nehme ich auch den einen oder anderen Oolong aus anderen Ländern hinzu, wenn mich die Qualität überzeugt. Mit der Zeit werde ich ein Verzeichnis über alle Oolongsorten erstellen. Ich möchte noch erwähnen, dass es auch durchaus Mischformen zwischen den Kategorien gibt. Ganz trennscharfe Kategorien lassen sich wohl nie bilden, außer man geht strikt nach regionalen Kriterien vor. Als ein Beispiel kann ein Tee mit dem Namen „Dong Ding Qingxin Gui Fei“ dienen. Dieser Formosa Oolong ist ein Tee, welcher aus der Dong Ding Region in Nantou stammt. Das verwendete Kultivar ist das „Qingxin“ Kultivar, welches in Taiwan zu circa 40 % genutzt wird. Neben „Qingxin“ gibt es zum Beipiel noch das Kultivar „Qing Xing Da You“ und „Jin Xuen“. Wie dem auch sei: Die Bezeichnung „Gui Fei“ lässt darauf schließen, dass der Tee am ehesten zu den Bai Hao Oolongs (Zikadenbiss) zuzuordnen ist. Denselben Tee gibt es ohne die Zusatzbezeichnung „Gui Fei“. Hier würde ich den Tee dann am ehesten der Kategorie „Dong Ding Style Oolong“ zurechnen. Pouchong wird zum Beispiel sowohl in Taiwan als auch in China angebaut. Eine klare Trennschärfe ist hier nicht immer zu erreichen. Jeder Teekenner hat ein anderes Verfahren zur Einteilung und ist damit mehr oder weniger glücklich.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass es einen Unterschied macht, ob ein Oolong Tee stark oxidiert oder stark geröstet ist. Dies ist nicht dasselbe. Eine Röstung über Holzkohle hat nichts mit dem Oxidationsgrad des Tees zu tun. Bei der Holzkohleröstung wir der Tea schließlich mehrmals geröstet, bis er das gewünschte Aroma erreicht hat. Im Englischen steht hierbei oft der Zusatz „charcoal roasted tea“ dabei. Teekenner wissen das nussige und malzige Aroma zu schätzen, welches durch eine Holzkohleröstung hervorgerufen wird. Natürlich verändert sich der Geschmack durch eine Röstung weitestgehend. Bei grünem oder schwarzem Tee ist es auch entscheidend, wie der Tee verarbeitet wird. Aber dies ist wieder eine andere Geschichte. Zwischen China, Taiwan und Japan gibt es hier allerdings sehr große Unterschiede…

Wie wird Oolong verarbeitet?

Prinzipiell gilt: Jeder Oolong wird verschieden verarbeitet. Es gibt zudem Eigenarten bei der Produktion in China und in Formosa. Allerdings gibt es einige Gemeinsamkeiten, auf die ich im Folgenden näher eingehen möchte. Die Teeblätter werden zunächst auf der Teeplantage gepflückt. Dies geschieht entweder per Hand oder Maschine. Je nach Oolongart wird der Tee zu verschiedenen Tageszeiten gepflückt. So wird der Pouchong aus Taiwan am späten Nachmittag geerntet. In China werden die Felsentees zwischen 09.00 – 11.00 Uhr vormittags und nachmittags zwischen 14.00 – 17.00 Uhr geerntet. Es kommt ganz darauf an, welcher Welkprozess angestrebt wird. Beim Welken wird der Tee auf flache Bambusmatten gelegt. Dies geschieht sowohl drinnen, als auch draußen. Meist wird der Cha vor direktem Sonnenlicht bewahrt. Durch das Welken verliert der Tee an Feuchtigkeit und die Oxidation wird vorbereitet. Der Welkprozess dauert unterschiedlich lange. Dies hängt ganz davon ab, welche Grundfeuchte der Tee besitzt und welche Teesorte erzeugt wird. Meist beginnt der Welkprozess unter freiem Himmel und dauert 0,5 – 2 Stunden. In den Räumlichkeiten der Teeplantage wird der wūlóng dann weiter gewelkt. Von Zeit zu Zeit wird der Tee gewendet, wobei das Blatt bereits leicht verletzt und die Oxidation beschleunigt wird. Nachdem der Tee trocken genug ist, legt der Teemeister die Teeblätter in große Bambustrommeln hinein. In diesen Bambustrommeln wird der Oolong hin und her geschüttelt. Durch dieses Schütteln wird das Teeblatt weiter verletzt, was zu einer schnelleren Oxidation führt. Anschließend werden die Teeblätter gerollt und in die gewünschte Form gebracht. Wenn der Tea den gewünschten Oxidationsgrad und die richtige Form erreicht hat, wird er in einem Wok erhitzt, um die Oxidation zu stoppen. Gerade bei taiwanesischen High Mountain Oolongs wird der Tea öfters in dem Wok erhitzt, anschließend in ein feuchtes Tuch gelegt, und dann wieder gerollt. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis der Oolong die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Durch das feuchte Tuch wird der Oolong wieder biegsam. So wird das Brechen des Blattes beim erneuten Rollen verhindert. Oftmals wird der Röstprozess unter hoher Temperatur und auf der Grundlage von Holzkohle durchgeführt. Bei günstigen Oolongs wird manchmal ganz auf eine Röstung im Wok verzichtet: In großen Fabriken wird der Tee durch große Heißgebläse erhitzt und die Oxidation hierdurch gestoppt. Dies ist manchmal beim Pouchong oder Si Ji Chun der Fall, leider auch manchmal bei Dongding Oolong. Bei holzkohlegerösteten Oolongs kann diese Verarbeitungsweise ausgeschlossen werden. Viele Teekenner haben deshalb immer noch Vorbehalte gegen schwach geröstete Oolongs. Diese sind zwar teilweise berechtigt, es gibt allerdings auch sehr hochwertige, leichtgeröstete und leichtoxidierte Oolongtees. Erst letztens habe ich einen fabelhaften Si Ji Chun (4 Jahreszeiten Oolong) aus Taiwan getrunken, der herrlich komplex, ausgeglichen und blumig war. Sie merken vielleicht: die Teeproduktion hat beim Oolong Tee nichts mit einer Fermentation gemeinsam. „Fermentieren“ ist hier nicht der richtige Begriff. Spricht der Teeliebhaber von einem Oolong, der fermentiert ist, oder von fermentierten Teeblättern, meint er damit lediglich oxidierten Tea. Sie können Ihn nach dem Lesen dieses Artikels zurechtweisen oder es auch einfach dabei belassen: Sie wissen ja beide, wovon sie eigentlich reden…Aber hüten Sie sich, wenn derjenige über Pu Erh Tee redet, vielleicht hat er in diesem Punkt doch Recht, was die Fermentation anbelangt.

Wie schmeckt Oolong Tee eigentlich?

Oolong Tee ist eigentlich kein Tee, welchem künstlich Aroma beigefügt wird, sondern ein Tea für Puristen. Natürlich werden dem Oolong auch Zusatzstoffe wie Ginseng, Erdbeeraroma oder Milcharoma hinzugefügt. Dies hat meiner Meinung nach nichts mit einer hochwertigen Teekultur zu tun. Sie mischen ihren 50 Euro teuren Rotwein oder Whisky doch auch nicht mit Cola? Dies behält man den günstigeren Sorten vor, die von minderer Qualität sind. Man sollte aber auch kein Snobist sein und jedem das seine gönnen. Am Anfang meiner „Teekarriere“ habe ich auch Milky Oolong getrunken (und das ist noch gar nicht so lange her). Ich wurde in dem Glauben belassen, dass der Tee durch eine Milchdampfbehandlung sein süßlich-milchiges Aroma erlangt. Kochen Sie bitte einmal Milch auf und riechen Sie am Milchdampf. Dieser ist nicht süß…Milky Oolong ist aromatisierter Tea und es werden mit ganz großer Sicherheit Aromen hinzugefügt um den süßlichen Geschmack zu erhalten. Oolong Tea mit Aroma wird ihrem geübten Gaumen nach einiger Zeit nicht mehr schmecken. Aromatisierter Cha wird für Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen zu chemischen und unnatürlichen Geschmack entfalten. Dies trifft nicht für den hochwertigen „Kräutertee“ oder „Früchtetee“ zu. Auf diesem Gebiet gibt es sehr leckere Sorten, nur sollte man besser nicht von Tee reden, sondern von Infusionen. Kann man sagen, das Oolong ähnlich wie Darjeeling oder wie eine Mischung aus grünem Tee oder Schwarztee schmeckt? Die Antwortet lautet: Nein. Oolong aus China und Formosa ist so facettenreich und vielfältig, dass eine simple und verallgemeinernde Geschmacksbeschreibung für Oolong nicht aussagekräftig wäre. Oolong wird aufgrund der hohen Komplexität und des edlen Geschmacks für die Teezeremonie genutzt. Dieser Chá (chinesisch für Tea) ist ein echter Tee, der aus der Pflanze Camellia Sinensis gewonnen wird. In Deutschland wird Früchtetee oder Kräutertee noch viel zu oft als Tee bezeichnet. Es darf an dieser Stelle nur von teeähnlichen Erzeugnissen gesprochen werden. Diese Aufgüsse (international als infusions bekannt) haben noch nie ein Teeblatt gesehen. Trotzdem muss gesagt werden, dass diese Früchte- und Kräuterinfusionen sehr lecker schmecken können und auch heilende Wirkungen besitzen. Sie sind strenggenommen aber kein Tee und werden niemals an die Geschmackskomplexität eines guten Oolongs, wie dies zum Beispiel bei einem herausragenden Tie Guan Yin der Fall ist, heranreichen. Gerade diese Geschmackskomplexität kann den Ottonormalverbraucher durchaus überfordern. Die Geschmacksnerven müssen trainiert werden, ehe sie erst alle komplexen Aromen eines Tees erkennen können. Durch ungesundes Fastfood sowie einer zuckerreichen und salzreichen Ernährung können wir unsere Geschmacksnerven regelrecht zerstören. Hier braucht man gewöhnlicher Weise schon ein bisschen Zeit, bis wir zum Beispiel die Aromen von einem Muzha Tieguan Yin aus Formosa wertzuschätzen können, die sich dem Teekenner herrlich malzig und nussig offerieren. Oder das blumige Fliederaroma, das bei einem Oriental Beauty durch eine honigartige Süße untermalt und mit spritzigen Citrusnoten abgerundet wird. Es kann sehr große Freude bereiten, die verschiedenen Teesorten zu probieren und die unterschiedlichen Aromen zu erkunden.

Wie wird Oolong Tea zubereitet?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Oolong Tee zuzubereiten. Es gibt einige Tipps, mit denen Sie ihren Oolong Tea einfach zubereiten können. Egal ob aus China oder aus Formosa, folgende Tipps funktionieren (fast) immer.

  1. Verwenden Sie kleine Gefäße (Gaiwan oder Yixing mit maximal 120 ml Inhalt)
  2. Wiegen Sie die Teeblätter ab. Bei kleinen Gefäßen sind 3,5 – 4 Gramm völlig ausreichend
  3. Nehmen sie weiches und aufbereitetes Wasser
  4. Bestimmen Sie die Wassertemperatur (90 Grad bis 100 Grad)
  5. Lassen Sie den Tea immer kurz ziehen (20 – 80 Sekunden je nach Tee und Aufguss)
  6. Gießen Sie den Tee öfters auf
  7. Nehmen Sie sich Zeit bei der Zubereitung
Der Gaiwan - ein guter Weg, um Oolong aufzugießen

Der Gaiwan – ein guter Weg, um Oolong aufzugießen

So viel zu den allgemeinen Tipps. Es kommt natürlich sehr darauf an, welchen Oolong Sie zubereiten möchten. Wenn Sie einen leicht oxidierten Tie Guanyin zubereiten, nehmen Sie zum Beispiel 90 Grad und lassen den ersten Aufguss circa 30 Sekunden ziehen. Bei jedem weiteren Aufguss können Sie die Ziehzeit um weitere 5-10 Sekunden verlängern. Ähnlich gestaltet es sich bei einem Dong Ding Oolong. Bei einem Phoenix Dancong nehmen Sie hingegen 100 Grad und lassen den Aufguss sehr, sehr kurz ziehen (Tip and Go Zubereitung). Hier reichen 5-10 Sekunden Ziehzeit. Ein Oriental Beauty aus Taiwan wird mit 95 Grad aufgegossen, die Ziehzeiten sind ähnlich wie beim Tie Guan Yin. Nun kommt es aber noch auf viele weitere Faktoren an. Wie ist die Konsistenz der Teeblätter? Wie hoch der Oxidationsgrad. Jeder Cha ist ein neues Erlebnis und es benötigt Zeit und Weile, bis man die richtige Ziehzeit und Zubereitung bestimmt hat. Die Ziehzeit ist die Zeitspanne, in welcher der Tee ruht und keine äußeren Einwirkungen auf den Oolong stattfinden. Das Eingießen des Wassers und das Ausgießen zählen also nicht zur Ziehzeit dazu. Ich hab in meinem Blog bereits ausführlich beschrieben, wie mit einem Gaiwan Oolong aufgegossen wird und was ein Gaiwan überhaupt ist.

Ich bevorzuge bei der Oolongzubereitung aus praktischen Gründen die Zubereitung mit dem Gaiwan. Ich bin der traditionellen Zubereitung in der Yixing Kanne nicht abgeneigt, im Gegenteil. Wahrscheinlich kann man mit einer exzellenten Yixing noch bessere Ergebnisse erzielen als mit einem Gaiwan. Aus folgenden Gründen würde Ich Ihnen für den Beginn jedoch einen Gaiwan aus Porzellan empfehlen. Sie können hiermit sowohl Oolongs aus Taiwan als auch aus China aufgießen (Chinesischen grünen Tee und weißen Tee ebenso!)

  1. Sie benötigen nur einen Gaiwan und können jeden Oolong darin zubereiten
  2. Gaiwane sind kostengünstiger als Yixingkannen
  3. Mit dem Gaiwan können Sie schneller ausgießen und die Ziehzeit besser bestimmen
  4. Der Gaiwan ist nicht nur ein Aufgussgefäß, sondern ein Tool
  5. Gaiwane lassen sich leichter transportieren und Outdoor verwenden

Der Gaiwan ist auch ein Tool, mit dem Sie nicht nur ihren Tee aufgießen können. Sie können aus ihm trinken und mit dem Deckel können Sie das feuchte Teeblatt im Gaiwan zirkulieren lassen. Meine Freunde und ich benutzen den Gaiwan nicht nur Indoor, sondern auch Outdoor. Wenn hier mal ein Gaiwan zu Bruch geht, lässt sich dieser leicht ersetzen. Eine Yixing Kanne, die bereits viel Patina aufgenommen hat, kann nicht so leicht nachgekauft werden. Die Yixing wird nämlich von Benutzung zu Benutzung besser, indem Sie das Aroma des Tees speichert. Dies ist zugleich ein Nachteil der Yixing: Hier benötigen Sie für jede Teesorte eine eigene Kanne, wenn Sie die Aromen nicht vermischen wollen. Dies kann schnell ins Geld gehen…

Lagerung von Oolong Cha

Noch ein kleiner Tipp zum Kauf von Tea: Kaufen Sie nur so viel Chá, wie Sie auch in 1-2 Monaten trinken können. Mit jedem Monat nimmt die Qualität des Tees ab, sobald er nicht unter perfekten Bedingungen gelagert ist. Dies gilt für Oolongs auch China und Taiwan gleichermaßen. Kaufen Sie lieber geringe Mengen höherer Qualität und vermeiden Sie Hamsterkäufe. Grüne Oolongs sind hier viel anfälliger als dunkle Oolongs. Die perfekte Größe sind für mich 50 Gramm, bei etwas günstigerem Tee sind 100g Verpackungen auch in Ordnung. Bestellen Sie nur so viel Tea, wie Sie in der absehbaren Zeit konsumieren können. Ich möchte kurz noch auf die Lagerbedingungen von Tee eingehen. Dosen sind zwar schick anzusehen, ich persönlich lagere meinen Tee jedoch nur selten in Dosen aus mehreren Gründen:

  1. Meiner Meinung nach kann die Dose Aroma an den Tee abgeben
  2. Die Entnahme des Tees aus Dosen finde ich schwierig zu dosieren
  3. Sie nimmt relativ viel Platz ein
  4. Oft schließen Dosen nicht luftdicht

Ich persönlich bevorzuge die Lagerung in sogenannten Doypacks aus Kraftpapier. Das Beste ist, dass diese Doypacks wiederverschließbar sind und keine Luft ziehen. Dies ist meiner Meinung nach optimal für den Tee.

Wie dem auch sei: Folgende Tipps sollten Sie bei der Lagerung des Oolongs beachten

  1. Oolong vor direkter Sonneneinstrahlung bewahren
  2. Eine Lagertemperatur von 25 Grad sollte nicht überschritten werden
  3. Oolong nicht mit anderen Gewürzen lagern
  4. Oolong Cha nicht in der Küche lagern!
  5. Oolong an einem geruchsneutralen, kühlen Ort aufbewahren
  6. Der Lagerort muss trocken sein! Ein Keller eignet sich nur selten

Mancher Tee ist auch ein so genannter Saisontee. Dieser wird nur zu einer speziellen Jahreszeit angebaut. Andere Oolongs (z.B. der Si Ji Chun aus Formosa) werden das gesamt Jahr über angebaut. Ein Saisontee muss auch nicht das ganze Jahr über getrunken werden. Es ist wie mit dem Erdbeeren aus dem Supermarkt. Es gibt bei uns in Deutschland zwar eine eindeutige Erdbeerzeit, wir bekommen die Erdbeeren mittlerweile aber auch das ganze Jahr über. Welche Auswirkungen dies auf den Geschmack (auf die Auswirkungen auf das Ökosystem möchte ich hier gar nicht näher eingehen) hat, kann jeder für sich selber beantworten. Auch in Taiwan oder China gibt es Erntezeiten, wo der Tee die beste Qualität besitzt. Natürlich ist Oolong bei der Lagerung nicht ganz so anspruchsvoll wie Matcha oder anderer japanischer grüner Tee (z.B. Sencha, Kabusecha oder Gyokuru), allerdings sollte man schon auf eine ordentliche Lagerung achten. Mit der richtigen Lagerung können Sie ihren Saisontee mehrere Monate ohne großen Qualitätsverlust lagern. Mit wenig Aufwand kann man schon vieles richtig machen. Bestellen Sie erst bei ihrem Teeversand, wenn sich die Packung dem Ende neigt. Das gute an deutschen Online Shops ist, dass sie mittlerweile sehr schnell liefern und der Tee innerhalb weniger Tage geliefert wird. Bei einer Bestellung aus dem Ausland fallen hohe Lieferkosten an (20 Euro sind da keine Ausnahme). Zudem habe ich persönlich schon mehrere Waren niemals erhalten. Lieferzeiten von 1-3 Monaten sind hier völlig normal. Dies gilt sowohl für Taiwan als auch für China. Dafür kann man außergewöhnliche Oolongs erhalten, die auf dem deutschen Markt nur schwer oder gar nicht erhältlich sind. Ein weiterer Nachteil von Auslandsbestellungen aus China und Japan ist, dass man als Kunde nicht weiß, wie hoch der Oolong Cha mit Schadstoffen belastet ist. Natürlich gibt es auch beim deutschen Handel keine 100 % Garantie, dass der Tee schadstofffrei ist. Allerdings müssen deutsche Händler im Stichprobenverfahren ihre Teesorten auf Schadstoffe untersuchen. Jeder deutsche Händler in der Handelskette steht in der Verantwortung, Tees auf Pestizide und andere Schadstoffe im Stichprobenverfahren zu untersuchen. Viele deutsche Importeure untersuchen jeden ihrer Teesorten auf Schadstoffe. Die Einzelhändler wenden Stichprobenverfahren an, um die Tees zu analysieren. Hierdurch wird fast jeder Tee untersucht. Eine hundertprozentige Sicherheit kann es aber nicht geben. Es kann immer mal vorkommen, dass ein Tee eine erhöhte Pestizidbelastung aufweist. Es werden auch immer neue Pestizide erfunden und verwendet, auf die die Testlabore noch nicht testen. Trotzdem ist Tee eines der am geringsten belasteten Lebensmittel überhaupt.

Welche gesundheitlichen Wirkungen hat Oolong?

Oolong Tee wird aus der Pflanze Camellia Sinensis hergestellt, weshalb Oolong als besonders gesundes Getränk angesehen werden kann. In verschiedenen Werken über Tee wird über die herausragende Bedeutung von Polyphenolen gesprochen. Ein indischer Wissenschaftler beschreibt in seinem Buch über Tee die positiven Wirkungen von Oolong Tee. Demnach hat der regelmäßige Konsum von Oolong Tee folgende gesundheitlichen Auswirkungen:

  1. Vorbeugung gegen Krebs
  2. Belebung des Geistes und Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  3. Ankurbelung der Fettverbrennung
  4. Aufrechterhaltung der Zahngesundheit
  5. Vorbeugung vor Ekzemen
  6. Vorbeugung vor Allergien
  7. Verbesserung des Hautbildes
  8. Stärkung des Immunsystems
  9. Förderung der psychischen Stärke
  10. Anregung des Stoffwechsels

Der Autor beschreibt, dass beim Konsum von Oolong Tee zu 157 % mehr Fett verbrennt wird als beim Konsum von grünem Cha. Ob nun alle Erkenntnisse zu 100 % belegt sind vermag ich nicht zu beurteilen. Immerhin hat Herr P.N. Kumaraguruparan einen Master of Science in Landwirtschaft. Die positive Wirkung von Polyphenolen ist bereits belegt worden. Sie werden in der Krebstherapie und bei Herzkrankheiten angewendet. Zum Beispiel gab es eine Untersuchung an Mäusen mit zwei verschiedenen Testgruppen. Beide Mäuse hatten 100 % Haarausfall. Einer Testgruppe wurden Polyphenole beigefügt, der anderen nur reines Wasser. Bei den Mäusen, die Polyphenole erhalten haben, sind bei 33 % der Mäuse die Haare wieder nachgewachsen. Bei der Testgruppe, die nur Wasser erhalten hat, wuchsen keiner einzigen Maus (0 %) Haare nach.

In vielen weiteren Werken werden die positiven Auswirkungen von Tee auf die Gesundheit beschrieben. Solala Towler stützt sich auf die Ausführungen von Li Shih Chen aus dem Jahre 1587. Weitere positive Auswirkungen von Tee seien demnach

  1. Erhöhung der Durchblutung
  2. Klares Denken und mentale Fitness
  3. Eliminiert Alkohol und andere schädliche Substanzen vom Körper
  4. Stärkt das Immunsystem
  5. Anregung des Stoffwechsels
  6. Erhalt der Zahngesundheit
  7. Positive Auswirkungen auf die Augen
  8. Fördert die Verdauung
  9. Vertreibt Müdigkeit und negative psychische Verstimmungen
  10. Erhöht das Wohlbefinden
  11. Verlängert die Lebenszeit

Nachdem Lesen dieser Liste möchte man meinen, dass das Trinken von Oolong ein Allheilmittel gegen jegliche Krankheit ist. Ich muss nicht erwähnen, dass dies Schwachsinn ist. Ich möchte Ihnen auch gleich die Illusionen nehmen: Wenn Sie Oolong trinken, um abnehmen zu wollen, aber sonst nichts an ihrem Lebensstil ändern, dann werden ihre Erfolge gering sein, um es einmal sanft auszudrücken. Allerdings habe ich mit regelmäßigem Sport, einem hohen Oolongkonsum und einer strikten Low Carb Diät innerhalb 6 Wochen 12 Kilo abgenommen (von 94 auf 82 Kilo). Wenn ich nur den Tee getrunken hätte, wäre ich wohl immer noch bei diesem Gewicht. Vielleicht auch ein bisschen weniger, weil ich bereits durch den Konsum von Oolong Cha auf das Trinken von anderen zuckerhaltigen Getränken (z.B. Limo, Cola etc.) verzichten konnte. Ich mache mir oft aus Oolong Eistee für die warme Jahreszeit. Ich kann nur sagen: Wenn ich vor und bei meinem regelmäßigen Training Oolong trinke, schwitze ich noch mehr, als wenn ich nur Wasser trinke. Mein Stoffwechsel wird also deutlich angeregt. Oolong hilft auf jeden Fall bei mentalen Aufgaben: Es war ein ständiger Begleiter in meinem Studium und nun in meinem Job. Ich fühle mich mit Oolong einfach fitter und leistungsfähiger. Ich bin allerdings kein Fan davon, Geld an schwerkranken Leuten zu verdienen, indem man diesen Leuten Oolong oder irgendeinen anderen Cha als Wundermittel verkauft. Viele Tees aus Taiwan und aus China wurden bereits für solche Zwecke missbraucht. Dies ist nicht in Ordnung und wiederstrebt mir sehr. Tee kann seine positiven gesundheitlichen Aspekte haben und es ist in Ordnung, Hoffnung zu schenken. Jemanden allerdings von einer anständigen medizinischen Behandlung abzuraten (z.B. bei Krebs) und ihn zu bedrängen, lediglich Tee zu trinken, ist mehr als unfair. Allerdings gibt es im Oolong Stoffe, mit denen die gesundheitlichen Wirkungen wissenschaftlich begründet werden können. Ich werde jetzt nicht einzeln auf diese Stoffe eingehen, aber bei Interesse kann jeder nach Belieben nach den gesundheitlichen Auswirkungen dieser Stoffe googlen. Ich habe an dieser Stelle nur die wichtigsten aufgeführt. Beim Sport trinke ich auch öfters Matcha, aber hierfür werde ich mal in einem anderen Rahmen etwas weiter ausholen müssen.

  1. Polyphenole
  2. Verschiedene Vitamine (C, B1, B2, B6)
  3. Kalium
  4. Magnesium
  5. Kalzium
  6. Mangan
  7. Fluorid
  8. Koffein
  9. Verschiedene Aminosäuren

Wo kann man guten Oolong aus China oder Taiwan kaufen?

Ich möchte an dieser Stelle nicht eine Liste aufführen mit diversen Online Shops und dem Versandhandel XY. Oolong kann man mittlerweile in fast allen Teefachgeschäften vor Ort und auch im Internet bestellen. Allerdings hält sich die Anzahl an deutschen Shops, in denen man ausgewählte Qualität kaufen kann, noch sehr in Grenzen. International bekommt man fast alles, man muss allerdings sehr lange auf seine Ware warten, zahlt einen sehr hohen Versand und hat häufig Kontakt mit der Zollbehörde. Dies kostet viel Zeit und Nerven. Mein Apell ist: Probieren Sie möglichst viele Shops aus, vergleichen Sie die Qualität. Kaufen Sie bei einem Teeversand ein, dem Sie vertrauen. Jeder Versand hat andere Tees und eine ganz andere, persönliche Note. Meine Freunde und ich planen seit mehreren Jahren unseren eigenen Teeversand. Wir werden einen großen Fokus auf Oolong Tee setzen und werden zu Beginn circa 10 verschiedene Sorten aus Taiwan und China im Angebot haben. Mit der Zeit werden wird unser Angebot erweitern. Neben Oolong werden wir auch noch japanischen und chinesischen grünen Tee und weißen Tee in unserem Versand anbieten. Natürlich finden Sie bei uns auch die passenden Teezubereitungssets und ausgewähltes Teezubehör. Wenn Sie Lust haben, können sie sich hier bereits in den Newsletter für unseren Tee Online Shop eintragen.

Newsletter Tee Versand eintragen

Sie werden dann über den Verkaufsstart informiert und erhalten bei ihrer Erstbestellung 10 Prozent Rabatt. Für die ersten Kunden lassen wir uns auch noch ein kleines Geschenk einfallen, hier müssen wir uns aber erst noch Gedanken machen. Vielleicht gibt es etwas Tea umsonst… Sie können mir gerne für ihre Anregungen eine E-Mail schreiben oder einen Kommentar hinterlassen. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich Fachliteratur zum Thema Oolong zuzulegen. Es gibt viele Bücher mit verschiedenen Titel, die von unterschiedlicher Qualität sind. Von „Cha Dao, The Way of Tea, Tea as a Way of Life“ über „The Ancient Art of Tea“ bis hin zu „The Great Teas of China“ ist für jeden Teefreund was dabei. Ich freue mich auf ihre Fragen und wünsche Ihnen einen schönen Einstieg in die Welt der Oolongs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar hinterlassen zu "Oolong Tee – Was ist das überhaupt?"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*